Auf langer Wanderung
immer wieder …

Gedichte
Wege suchen und gehen,
bis wir in das Land kommen,
in dem es keine Wegzeichen mehr gibt,
in dem sich unsere Spuren verlieren,
in dem von uns nur Erinnerung wird bleiben
und unsere Sehnsucht weiterlebt …

Geschichten
Im Pub von Dingle versingen sich die Stunden Lied um Lied. Plötzlich, wenige Sekunden vor Mitternacht, erklingen mehrere volltönende Glockenschläge. Über der Mitte des Tresens hängt eine alte Schiffsglocke. Der Wirt glast mit kräftigen rhythmischen Doppelschlägen den Wachwechsel zwischen dem vergehenden und dem neuen Tag ein. Die den Raum füllende Musik bricht zusammen. Schlagartig ist es still geworden. Eine trunkene Stimme will sich noch einmal bemerkbar machen. Mit einem kräftigen Wort wird sie zur Ruhe gebracht. The Bandleader beginnt klagend zu singen: We´ll sing a song, a SOLDIERS SONG …

Gedanken
Immer wieder auf unseren Wegen stoßen wir auf Mauern, fallen wir in Gräben, müssen Zäune niedertreten, Berge überklimmen. In der Anstrengung übersehen wir am Wegesrand zu oft mahnende Male. Oder wir scheuen uns, nach dem ‚Gang der Dinge‘ zu fragen. Ob gewünscht oder gefürchtet: Jedes Mal bleibt das Geschehene hinter uns liegen. Jedes Mal blickt uns Ungeschehenes hinterher. Jedes Mal bleibt zurück, was War und im Jetzt Vergangenheit Ist. Jedes Mal erwartet uns, was sein wird und Zukunft heißt. Immer stehen wir zwischen einem Geschehenem und einem Künftigen.
So holpert und stolpert sich unser Leben durchs Leben.

A U F  D E M  W E G

immer wieder …

>Es ist an der Zeit<
Auf dem Weg zu einem Blog …

… die ersten Schritte sind gestolpert. Jetzt soll ich laut Gebrauchsanweisung den ersten „Neuen Beitrag“ schreiben. Mit dem Ziel, „mich der Welt ein erstes Mal vorzustellen“. Erneut eine Schwierigkeit! Ich habe mich doch der Welt (?) schon so oft vorgestellt/vorstellen müssen. Das erste Mal liegt bei mir also schon ziemlich lange zurück. Genauer festgehalten: fast neunzig Jahre. Vor einigen Wochen feierte ich meinen 89. Geburtstag.
Jetzt halte ich ein melancholisches Altersgegrummel vom Morgen meines Geburtstag-Tags fest, als icke in den Rasierspiejel kiekte: Manoman, wo is denn nur de Zeit jeblieb´n?! Jestern war icke noch ´n kleener Piepel! Nu bin icke nun schon seit dem 24. Januar 1936 ´n Zeitzeuge!
Womit ich schriftlich preisgegeben habe, dass ich von Geburt an Berliner bin. Geboren in der Ackerstraße, da unten im Wedding. Tatsächlich in der Ackerritze. Kinder- und Jugendjahre dort verbracht. Berliner bin ich in meinem Zeitenlauf immer mehr geworden. Was mir zwischen Damals und Heute widerfuhr, darüber lässt sich viel erzählen! Viel erzählen und noch mehr nachdenken. Im Blog werde ich noch so einiges blicken lassen. Zum Beispiel von dem, was ich in sechs (nach eigener subjektiver Zeitrechnung) für mich verschiedenen Deutschländern erlebte. 
Nachzulesen war und ist da schon einiges. Just um meinen unrunden 89. Geburtstag herum wurde zum Beispiel mein fünfter Gedichtband ausgedruckt. Beziehungsvoll der Titel:

RuckSackGedichte

Anderthalb Jahre habe ich den „Rucksack“ gepackt. Ist mir schwergefallen diesmal. Jetzt flattert mir die Frage im Kopf herum:
Was machst du nun? Eines habe ich doch in meinem schon relativ langen Leben nie kennengelernt: Langeweile! Ehrlich! So soll es auch bleiben! Kein Punkt hinter diesen Vorsatz!
Ein Ausrufezeichen!
Lebe ich schicksalsbedingt ziemlich einsam. Bin ich trotzdem nach wie vor neugierig auf der Suche nach den vielen merkenswürdigen Dingen im Leben und in der Zeit!
Bin ich süchtig nach Gesprächen!
Deshalb dieser Blog!
Da bin ich also!

Malte Kerber 

J e d e n  T a g  e i n  G e d i c h t

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