Entlassung aus der Anstalt
Lyrismus
… Ich verlasse das Anstalts-Haus -– Weht mich der Wind hinaus.
Er weht mal stärker, schläft mal fast ein, ist aber immer da – je nachdem, wie sich die gegenüberliegenden großen automatischen Flügeltüren öffnen, zugleich oder zeitlich versetzt – eine der Türen führt auf das weitläufige Anstaltsgelände – die andere entlässt in die Stadt – Entlässt in die Normalität? – Durch die richtige Tür finden! – In die Norma-lität? Ich gehe die wenigen Stufen bis zur genormten Bewegungsebene.
Gelernt: Man kommt schnell ins Stolpern, wenn man sich in der Normalität bewegt?
Nach einigen Schritten drehe ich mich noch einmal um und lese den Schriftzug über dem Haupteingang der Anstalt. In Stein geschrieben steht dort:
Die Wildgans zieht allmählich der Hochebene zu …
Ich überlege: Was war ich in der Anstalt? Besucher?– Medizinisches Hilfspersonal? – Patient? – Zufälliger? – Hilfsort-Zeuge?– Tatort-Beteiligter?
Was ich jetzt bin, draußen sein werde, das weiß ich:
Eine wilde Wildgans!
Ich warne euch da in der Stadt …!
Alt-Malte