Mundraub 2
Variation nach brecht
„Der Kirschdieb“, Gedicht.
Kirschen saftig und rot.
Die Steine ausspucken
mit kräftigem Flopp.
Erdäpfel mehlig
stopfen in den Mund.
Nicht nur bestreut mit Salz.
Bestrichen auch mit Butter . . .
Sollen genießen
der Gemeine Mann,
sein Weib und ihre Kinder.
Sollen sie kennenlernen
die Lust des gesättigten Bauchs.
Sollen sie pflücken ohne Scheu
die Kirschen von jedem Baum,
den sie gepflanzt.
Sollen sie graben die Kartoffeln
aus allem Acker,
den sie gepflügt.
Immer dann
wenn sie denn hungrig sind
oder genießen wollen die Lust!
der alte malte